Wanderung Chlustobelweg – Rossberg – Waldschaft – Fulen – Brülisau   

Brülisau

Aussichtsreiche, gemütliche Rundwanderung in Appenzell Innerrhoden

Foto: Schweizer Wanderforum

Der Alpstein ist bekannt für seine einzigartigen Bergwanderwege. Es muss aber gar nicht immer hoch hinaus gehen: Hier stelle ich euch eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Wanderung vor, die auch für Familien mit wanderlustigen Kindern geeignet ist. Es gibt viel zu erleben und genügend schöne Plätze zum Ausruhen und Picknicken.

Ich hatte euch zu dieser Wanderung eingeladen. Es kamen wie immer meine treusten Wanderkollegen mit. Wo wart ihr anderen denn schon wieder? 😉 Wer Wanderfreunde finden möchte, kann jederzeit gerne mit uns zusammen wandern. Das wisst ihr ja!
Für jene, die lieber alleine losziehen, beschreibe ich nachfolgend unsere gemütliche Wanderung von und nach Weissbad. Wenn ihr Fragen habt, immer her damit: Im Kommentarfeld ist Platz dafür!

Ausgangspunkt ist der Bahnhof Weissbad. Von hier folgt ihr einem Stück der Strasse in Richtung Brülisau. Möchtet ihr das nicht, gibt es eine Alternative: Wenn der Zug aus Appenzell ankommt, steht bereits das Postauto bereit. Ihr könnt mit diesem eine Station bis Weissbad Zidler fahren und euch den anfänglichen Weg auf Asphalt ersparen.

An der Haltestelle Zidler überquert die Strasse und steigt auf einem kleinen Weg hinauf zum Chlustobel. Der Clustobel-Naturerlebnisweg ist ein einzigartig schöner Kraftort. Trotzdem trifft man hier nur wenige Menschen.

 




 

Chlustobelweg – spannende Naturerlebnisse garantiert

Foto: Anja, Schweizer Wanderforum

Der wundervolle Wanderweg ist drei Kilometer lang und überwindet 171 Höhenmeter. Gross und Klein werden bestimmt gerne für diesen Naturlehrpfad etwas mehr Zeit einplanen, es gibt viel zu entdecken! Mehrere Infotafeln laden ein, Flora und Fauna des Tobels mit allen Sinnen zu erkunden. Wer mit Kindern unterwegs ist, bekommt hier unterhaltsame Ideen für Spiele und Entdeckungen.

Eine grosse, wunderschön in die Natur eingebettete Picknickstelle mit Tischen, Bänken, Grill und Brennholz lädt zum Verweilen ein.

Insidertipps:

  • Im Frühling gibt es im Chlustobel Bärlauch, soweit das Auge reicht. Da könnt ihr euch eine Portion mit nach Hause nehmen.
  • Packt ein Handtuch ein: Im Wildbach macht es Spass, die Füsse abzukühlen, Steine zu sammeln oder einfach am Ufer zu sitzen und dem Rauschen des Wassers zuzuhören.

Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht beeindruckender

Nach einer Stunde Laufzeit erreicht ihr das Dorf Brülisau. Folgt am Ende des Chlustobelweges nicht dem Wegweiser, der nach rechts ins Dorf hinein zeigt, sondern wandert stattdessen nach links. Nach wenigen Minuten kommt man an einer kleinen Kapelle vorbei und bald sind die nächsten Wanderwegweiser in Sicht.





Weiter geht’s in Richtung Hoher Kasten, Ober Kamor, Eggli. Ein erster steiler Aufstieg ist bald bewältigt und nun zeigen sich nicht nur der Hohe Kasten, sondern auch die Alp Sigel, der Säntis und die Ebenalp.

Da könnt ihr gleich die nächsten Wanderpläne schmieden!

Gut zu wissen: Bei Appenzellerland Tourismus AI gibt es kostenlos ein tolles Wanderbuch. Dieses liegt mitunter auch an Bergbahnen, in Berggasthäusern, in Hotels oder in Bahnhöfen aus.

Foto: Schweizer Wanderforum

Nun müsst ihr euch entscheiden: dem steilen Wanderweglein folgen, oder lieber der Alpstrasse? Wir entschieden uns für die Strasse, die auf beiden Seiten von Alpwiesen gesäumt ist und vorbei an schönen, alten, typischen Appenzeller Bauernhäusern führt.

Zeit für eine Rast mit Blick zum Hohen Kasten und Säntis

Am Wegweiser, der hinauf zum Berggasthaus Ruhesitz zeigt, bogen wir uns wiederum nach links ab und wanderten über den Rossberg Richtung Fulen. Natürlich könnt ihr auch einen Abstecher zum Gasthaus machen. Hier bekommt ihr leckeres Essen und sehr feine Desserts!

Wer sein Mittagessen im Rucksack dabei hat, findet auf dem Rossberg und in der Region Fulen ausreichend schöne und aussichtsreiche Plätze, die zu einer Rast einladen.

Hier, unterhalb von Kamor und Hohem Kasten sind die Wege nicht überlaufen. Umgeben von intakter Natur und mit Blick über den Alpstein bis hin zum Städtchen Appenzell, ist der Alltag ganz weit weg.

Fulen und ein zauberhaftes, ruhiges Hochmoor

Foto: Schweizer Wanderforum

Der anstrengende Teil liegt hinter euch! Der Aufstieg ist geschafft. Als wir diese Wanderung machten, lag an schattigen Stellen noch Schnee, so wurde der ein oder andere Wegabschnitt zur Rutschparty. Es ist jedoch nirgends gefährlich und es besteht keinerlei Absturzgefahr. Im Frühling und Frühsommer werden hier unzählige Alpenblumen blühen und Fulen in ein richtiges Paradies verwandeln.

Die gesamte Wanderstrecke ist sehr gut ausgeschildert. So kommt schon bald der Wegweiser nach Brülisau in Sicht. Weiter geht es über eine Brücke, die den Bach quert, der uns bereits die ersten drei Wanderkilometer begleitete. Nun ist es nicht mehr weit, bis Brülisau in Sicht ist.

 

Tipps und Alternativen rund um Brülisau

  • Seid ihr noch nicht müde, könnt ihr zurückwandern, entweder wieder den Chlustobelweg oder entlang der relativ wenig befahrenen Strasse. Unterwegs gibt es drei Bushaltestellen.
  • Ab Brülisau fährt regelmässig ein Postauto zum Bahnhof Weissbad. Bitte den Fahrplan beachten!
  • Die Wanderung kann abgekürzt werden, wenn ihr in Brülisau startet. Ausser einer Bushaltestelle gibt es auch reichlich Parkplätze.
  • Wer sich nach der Wanderung stärken möchte, kann dies im Gasthaus Rössli in Brülisau tun. Auf einer schönen Terrasse mit Spielplatz und Blick auf den Hohen Kasten könnt ihr den erlebnisreichen Tag ausklingen lassen. Als wir hier unterwegs waren, war dies leider nicht möglich. Herr Berset hatte was dagegen.




Wir haben einen Bus ausfallen lassen und bei uns im Garten noch bei einem kühlen Bier und Kaffee Pläne für die nächsten Wanderungen geschmiedet. Auch ein Wanderwochenende in der Ostschweiz ist in Planung!

Chlustobel im Sommer – gut zu wissen:

Chlustobel ist übrigens auch ein schönes Ausflugsziel an einem heissen Sommertag. Es tut gut, sich inmitten der wundervollen Natur im Bach zu erfrischen, am Ufer zu grillieren oder einfach die Sonne und das Nichtstun geniessen. Da lässt es sich einen ganzen Nachmittag aushalten!

Zahlen und Fakten Rundwanderung vom Chlustobel über den Rossberg

Kilometer: ca. 12

Höhenmeter: 508

Zeit: ca. 3.5 bis 4 Stunden

Höchster Punkt: 1204 m ü. M.

 

Fotos: Schweizer Wanderforum, gewandert Anfang März 21, mit dabei: zweimal Paul, Anja, Urs, Sabine



1 Kommentar

  1. Sehr gut geschrieben. Es war ein Super Tag 😉

    LG Paul

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