Rückblick auf unsere diesjährige Weihnachtswanderung auf der Rigi

Winterwanderung auf der Rigi
Foto: Sabine Itting

Weisse Weihnachten garantiert – so lautet mein alljährliches Versprechen für den 24. Dezember. Zusammen wandern, die Winterlandschaft und ein Fondue mit einer aufgestellten Wandergruppe geniessen und den Tag weit weg vom Weihnachtsshopping-Wahn zu verbringen, das hat bei uns inzwischen Tradition.

Winter Wandern Rigi

In diesem Jahr war es bis zuletzt unsicher, ob ich mein Versprechen bezüglich Winterwanderung in dick verschneiter Landschaft würde halten könnte. Im Flachland sah es überhaupt nicht weihnachtlich oder winterlich aus: Regen und Sturm waren an der Tagesordnung und auch heute ist wieder so ein trüber Tag.




Wanderwetter – auf Wetteronline ist Verlass!

Meine Wetter App und wetteronline.de versprachen für den 24. Dezember zwischen 11 Uhr und dem frühen Nachmittag Schneefall auf der Rigi. Und ganz gleich, was andere von anderen Wetterseiten für – wie man wieder mal merkte – seltsame Prognosen bekamen: Auf Wetteronline ist Verlass. Die habe ich nun seit 2004 ausgiebig getestet und einen besseren Wetterservice findet man nicht. Punkt.

Die App, die ich auf dem iPhone habe, ist übrigens von weather.com und hält auch, was sie verspricht. Von Orkan und sonstigen Unwetter war nirgends die Rede und Warnungen gab es für die Rigi schon gar nicht. Für die Zukunft: Ihr dürft euch sicher sein, wenn irgendwo irgendeine Gefahr angekündigt wird, dann sage ich ab oder ändere die Pläne. Ich bin alles andere als eine Kampfwanderin, aber etwas Wind oder ein paar Regentropfen, die erst noch später in Schnee übergehen sollen, erschrecken Naturfreunde und Wanderer eher nicht.

Ja nun, genug übers Wetter geplaudert, bzw. später mehr dazu.

Punsch, Guetzli und viel Platz – Weihnachten ’18 in der Rigi Bahn

Zum Glück haben sich nur zwei Wanderfrauen von seltsamen Wettervorhersagen ausbremsen lassen, zwei weitere Wandervögel hat die Grippe schachmatt gesetzt, aber 6 wanderfreudige Frauen und Männer machten sich auf den Weg zur Rigi Bahn. Dort gab es Punsch und Guetzli und beinahe die gesamte Bahn nur für uns. Die war auf Saunatemperatur aufgeheizt, wurde auf Wunsch aber auf Normaltemperatur heruntergekühlt. Dann setzte sich die Bahn in Bewegung und brachte uns Höhenmeter für Höhenmeter hinaus aus dem trüben Nass des Unterlandes und hinauf in eine mystische Winterwelt.

Winterwanderung Rigi Bahn

Die Rigi – ein Wintermärchen

Als wir, oben angekommen, aus der Bahn stiegen, hatten wir zwar keine Sicht in die Bergwelt, dafür mit einigen Zentimetern frischem Pulverschnee überzogene Wege und eine unberührte Schneelandschaft ringsum. Noch etwas gab es nicht: Wind. Geschweige denn Winterstürme oder gar gefährliche Orkanböen. Bei Windstille oder einem lauen Lüftchen zu wandern, ist natürlich viel angenehmer, als wenn es einen fast wegbläst und ausserdem blieb der Schnee auch auf Ästen und Zweigen liegen und verwandelte unsere gesamte Wanderstrecke in eine Märchenwelt.

Nach dem obligatorischen Startkaffee (Startwasser, Startglühwein …) marschierten wir los in Richtung Rigi Kaltbad. Die Wanderwege und die tanzenden Schneeflocken gehörten uns. Auch die Aussichtspunkte waren verwaist. Klar, es gab ja nichts zu sehen. Die Infotafeln erklärten für einmal nicht das atemberaubende Panorama, vor dem die staunenden Wanderer sonst stehen, sondern sagte uns lediglich, wie die Berge, die wir nicht zu sehen bekamen, heissen. Aber da die meisten schon viele Male auf der Rigi waren, war das nicht weiter schlimm.

Panorama Rigi

Wanderziel Rigi Kaltbad

Felsenkapelle Rigi Kaltbad
Rigi Kaltbad erreichten wir irgendwie viel zu schnell, besuchten noch die Felsenkapelle  und freuten uns auf das Fondue im Hotel Alpina. Im Alpina waren wir vor ein paar Jahren schon auf einer Winterwanderung zum Fondueessen eingekehrt und hatten keine guten Erinnerungen.

Damals: unfreundliche, genervte Kellnerin, komische Stimmung. *daumenrunter*
Heute: neuer Inhaber, neues Personal, total aufgestellter Kellner und alles gut *daumenhoch*

Wir assen leckeres, deftiges Fondue, bekamen ausreichend Brot (ist ja auch nicht immer und überall selbstverständlich) und stiessen auf das zu Ende gehende Wanderjahr und den schönen gemeinsamen Tag an.

Fondue auf der Rigi

Mit Wein die Wanderer vom Wanderforum, mit Wasser unsere Gäste, allen hat es geschmeckt und weil es einfach zu der guten Stimmung gepasst hat, setzte die Sonne noch einen drauf: Die Wolkendecke riss stellenweise auf und blauer Himmel und der eine oder andere Sonnenstrahl zeigten sich am Nachmittag.

Auf der Rigi im Winter

Da niemand gleich nach Hause wollte, nahmen wir noch ein paar schneebedeckte Wanderkilometer unter die Sohlen und konnten uns kaum sattsehen am Nebelmeer, halb von Wolken bedeckten Bergen und den von Frau Holle weihnachtlich-winterlich geschmückten Bäumen am Wegrand.

Winter auf der Rigi

Überpünktlich erreichten wir Rigi Klösterli, von wo uns die Rigibahn wieder hinunter nach Arth Goldau bringen sollte. Während wir anderen im warmen Warteraum sassen, baute Laila einen kunstvollen Edelweiss-Schnee-Seestern (oder so), von dem ich leider kein Foto habe.

Ich denke, es hatten alle, die dabei waren, Spass und bereuten es nicht, vor Regengrau und Sturm im Flachland in die winterweisse Windstille auf der Rigi geflohen zu sein 😀

Wandern Arth Goldau

Die Heimfahrt war auch ganz relaxt, es hatte genug Platz im Zug und wir kamen genau zur rechten Zeit am Zuger See vorbei, um den berühmten Sonnenuntergang zu erleben.

Zuger See Sonnenuntergang

Einer unserer Wandergäste verabschiedete sich schon an seinem Wohnort in Arth Goldau, die anderen beiden in Zürich. Die kleine Truppe vom Wanderforum liess den Tag ganz entspannt bei einem Bier im Hauptbahnhof Zürich ausklingen.




In dieser Woche folgt noch ein kleiner Rückblick auf die schönsten Wanderungen und Ausflüge, die unsere Wandergruppe 2018 erleben durfte. Wer nicht allein wandern möchte und allgemein Freizeitkollegen sucht, muss halt einfach mal mitkommen! Mehr als euch gemeinsame Wanderungen anzubieten, können wir nicht tun. Viele erkundigen sich, ob sie mit uns zusammen wandern dürfen, bekommen von mir nette Antwort und sind alle eingeladen, haben dann aber doch nicht den Mut, sich neuen Wanderkollegen anzuschliessen. Dazu kann ich nur sagen: Selber schuld – Ihr verpasst so viel!!

Alle Fotos in diesem Beitrag: Sabine Itting

4 Kommentare

    • Dann kommst du sicher mal wieder mit? Wir fanden euch auch alle drei sehr sympathisch und hoffen, dass wir uns im neuen Jahr mal wiedersehen!
      Bis dahin: Guten Rutsch! 🙂

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