Richtig auf Bergtouren vorbereiten

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Fit für Hochtouren

In letzter Zeit liest man häufig, dass Wanderer verunglückt sind, zum Teil tödlich. Nicht immer ist es eigene Schuld oder Unachtsamkeit, ein Steinschlag zum Beispiel lässt sich kaum vorhersagen. Aber doch gehen viele leichtsinnig und unvorbereitet auf Bergtouren. Kann man sich überhaupt richtig vorbereiten und wenn ja, wie? Man kann! Wie, das lest ihr hier.

Ein Ausflug auf die Rigi, eine Wanderung auf dem Clariden Höhenweg oder durch die Viamalaschlucht könnt ihr, wenn ihr über die nötige Kondition und Ausrüstung verfügt, jederzeit unternehmen. Ab Schwierigkeitsgrad T4 sollte es jedoch zur eigenen Sicherheit selbstverständlich sein, nicht einfach unvorbereitet loszulaufen …




Altweibersommer – die schönste Zeit für Hochtouren

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Der Herbst ist noch nicht ganz da und der Sommer hat sich eigentlich schon verabschiedet. Die Natur hüllt sich in rot-goldene Farben, der Himmel in tiefes Blau, die Sicht ist grandios und die Lichtverhältnisse sind einmalig. Was gibt es da Schöneres, als noch die eine oder andere Hochtour in Angriff zu nehmen. Das sagen sich aber auch Urlauber und Expats, die bisher kaum einmal eine mehrstündige Wanderung in den Bergen erlebten.

 So bereitest du dich richtig auf Hochtouren vor

Deshalb gilt als erster Hinweis: Schätzt euch, eure Kondition und Erfahrung realistisch ein. Schliesst euch lieber einer geführten Wanderung an, als auf eigene Faust, ganz gleich, ob mit Freunden und Familie oder allein, loszumarschieren. Ein erfahrener Bergführer ist zwar nicht günstig, aber es geht um eure Sicherheit!

Wenn ihr beschlossen habt, künftig regelmässig im Hochgebirge zu wandern und zu klettern, dann ist es durchaus sinnvoll, ein allgemeines Training zu beginnen. Besucht ein Fitnessstudio, wo ihr unter Anleitung trainiert oder bucht einen persönlichen Fitness-Trainer, der nur für euch da ist. Damit beugt ihr nicht nur mangelnder körperlicher Fitness vor, sondern tut gleichzeitig etwas für die Verletzungsprävention.

Auch wenn das Wanderforum in erster Linie Genusswanderer anspricht, so zieht es uns doch fast alle hin und wieder «so richtig» in die Berge. Und dann gehören Wandern und Fitness einfach zusammen.

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Falls wenn du gerne am Wochenende ausschläfst, für Bergsteiger gilt: Im Frühtau zu Berge …  Also stelle den Wecker entsprechend und mache dich am Morgen auf den Weg. Nichts ist tückischer, als im steilen Gelände unter Zeitdruck zu kommen! Am besten reist du bereits am Vortag an und übernachtest in einer Hütte oder einem Berggasthaus. So kannst du gleich noch etwas akklimatisieren. Vergiss für eine Hüttenübernachtung aber nicht, Ohrenstöpsel mitzunehmen, im Massenlagern geht es zum Teil recht betriebsam zu und her.

 

Gehe niemals unausgeruht auf eine anstrengende Bergtour!

 

 Ist deine Ausrüstung hochgebirgstauglich? Wenn nicht, lasse dich einem Fachgeschäft beraten und besorge dir auf jeden Fall gute Schuhe für Bergtouren. Auch der Rucksack darf nicht drücken und reiben und muss gross genug sein. Nimm ausreichend Proviant und Wasser mit und packe ansonsten so leicht wie möglich, ohne wichtige Dinge zu vergessen. Statt schwerem Strickpullover lieber eine federleichte Fleecejacke zum Beispiel.

Sollte es auf einer Tour einen Klettersteig geben oder musst du mit dem Eispickel hantieren, dann sollte klar sein, dass du dich im Vorfeld ausführlich damit befasst und übst! Wenn du einen Bergführer buchst, frage am besten, ob du fehlende Ausrüstung bei ihm mieten kannst. Oft lohnt es sich nicht, alles neu zu kaufen.

Denke unterwegs daran: Ihr macht kein Wettrennen und du musst dir nichts beweisen. In Gruppen habe ich immer wieder erlebt, dass der ein oder andere vornweg rennt und im schlimmsten Fall noch dümmliche Bemerkungen über jene macht, die in langsameren Tempo unterwegs sind.

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Achte auf den Weg, ist er sehr schmal, darfst du dich durch nichts ablenken lassen. Natürlich wäre es schade, die schöne Landschaft ringsum und die Natur im Altweibersommer nicht zu geniessen. Aber dann heisst es: stehenbleiben und eine kleine Pause einlegen!

Sowieso sollten genügend Pausen eingeplant werden und die Kräfte entsprechend eingeteilt. Wer auf anstrengenden Touren zu schnell losläuft, ist oftmals ziemlich kaputt, wenn es an den Abstieg geht. Das kann schnell gefährlich werden.

Bitte denkt auch daran, dass bereits im September schon vereinzelt mit Schneefällen gerechnet werden muss. Informiert euch vor Aufbruch über die aktuelle Wettervorhersage und kehrt im Falle eines Falles rechtzeitig um.

Ich wünsche euch noch einige schöne und unfallfreie Bergtouren, bevor auch diese Saison zu Ende geht.

Hast du weitere Tipps? Dann schreibe diese jederzeit gerne ins Kommentarfeld!




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