Steinpilz, Eierschwämmli und Co – sammeln und zubereiten

Pilze sammeln und zubereiten
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Pilze sammeln ist jetzt wieder angesagt. Ihr findet hier bereits einen Beitrag über „Pilze sammeln“ mit nützlichen Infos, Adressen und Tipps. Dieser gehört übrigens zu dem am meist gelesenen von allen Wanderforum-Beiträgen! Und weil ihr euch offensichtlich sehr für das Thema interessiert, veröffentliche ich hier gerne nochmals etwas aus meinem alten, nicht mehr aktiven, Wanderblog.

Pilz und Baum – wer sich besonders gut verträgt

Vielleicht wisst Ihr bereits, dass unsere Waldpilze in Symbiose mit Bäumen leben? Wer sich näher dafür interessiert, findet umfangreiche Infos beim Pilzfinder.

Lieblingspilze: 

Steinpilze sind hell- bis dunkelrot und haben einen kugeligen Hut, der einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen kann. Die Röhren sollten weiss bis leicht olivgrün sein, der Stiel bauchig oder keulenförmig, eher schlank und mit einer netzartigen Zeichnung überzogen. Ihr findet sie sowohl in Nadel- wie auch in Laubwäldern.

Eierschwämmli, in Deutschland heissen sie Pfifferlinge, haben einen gelben, bis 8 cm breiten, trichterförmigen Hut. Der Rand ist gewellt. Auffallend sind die weit stehenden gelben, verzweigten Leisten. Der Stiel geht direkt in den Hut über. Eierschwämmli wachsen in Laub- und Nadelwäldern.

Maronenröhrlinge fühlen sich vor allem unter Kiefern und Fichten wohl. Ihre Hutkappe ist dunkelbraun und matt, der Stiel fest. Zu erkennen ist er auch an seinen feinen, leicht geblichen Röhren, die bei älteren Pilzen olivfarbig sein können. Auf Druck verfärben sie sich bläulich.

Riesenschirmlinge sind nicht zu übersehen. Junge Pilze haben einen kugeligen, hellen und ältere Exemplare einen gewölbten bis flachen Hut. Dieser kann einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen. Seine Erkennungszeichen sind zudem die weissen Lamellen und der lange Stiel mit seinem beweglichen Ring. Gefunden wird der Riesenschirmling in Laub- und Nadelwäldern.

Ihr dürft gerne im Kommentarfeld eure Lieblingspilze vorstellen. Ich kenne vor allem die hier genannten und ein paar mehr, die ich aber in den Schweizer Wäldern nie gefunden habe.

Pilze Rezepte und Zubereitung
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Nach einem Tag an der frischen Luft, Wandervergnügen und Pilzsammeln warten die kulinarischen Genüsse. Zuerst heisst es aber sortieren, säubern und zubereiten.

Pilze säubern, rüsten, trocknen …

  1. Pilze sollten möglichst nicht gewaschen werden, es ist besser, wenn ihr sie mit einer weichen Bürste oder einem angefeuchteten Tuch abreibt.
  2. Eierschwämmli haben mitunter Erde anhaften, dann könnt ihr sie kurz abspülen oder in einer Schüssel mit kaltem Wasser schwenken. Sie müssen danach gut abtropfen.
  3. Grosse Pilze werden der Länge nach durchgeschnitten, um eventuell schadhafte Stellen entfernen zu können.
  4. Die Lamellen und Röhren von älteren Exemplaren sollten entfernt werden.
  5. Die Stiele der Riesenschirmlinge werden nicht mitgegessen. Ihr entfernt sie, indem ihr sie kreisrund aus dem Hut dreht.
  6. Pilze eignen sich bestens zum Trocknen, dafür fädelt ihr sie entweder auf Küchengarn und hängt sie an einem trockenen Ort auf oder ihr schneidet sie in dünne Scheiben und dörrt sie im Backofen.

Pilze lassen sich immer wieder anders zubereiten und eigentlich sind alle Rezepte ganz einfach.

So könnt ihr Eierschwämmli würzig braten:

Die frischen Pilze werden geputzt, kleine ganz gelassen, grosse halbiert. In heisser Butter eine Viertelstunde braten. Fünf Minuten vor Ende der Garzeit klein gehackte Petersilie und Zwiebel zugeben, pfeffern und salzen. Mit einer Scheibe frischem Brot habt ihr so ruckzuck eine leckere Mahlzeit auf dem Tisch.

Oder wie wäre es mal mit einer Pilzpizza? Der Link führt euch zu zwei Pilzpizza-Rezepten, von mir probiert und aufgeschrieben für unser Magazin Lesezeichen.rocks.

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