Bewegung beugt Schmerzen und anderen Beschwerden vor

Ich hab nie Sport gemacht – wie soll ich damit anfangen?!

Im fortgeschrittenem Alter mit Bergwandern oder anderem Sport beginnen? Du hast es selbst in der Hand, lange gesund und rüstig zu bleiben. Regelmässig Bewegung ist unverzichtbar. Die Ausrede, du wärst zu alt, um mit Sport zu beginnen, gilt nicht. Und auch Schmerzen müssen nicht zwingend ein Grund sein, auf eine schöne Wanderung zu verzichten.

Mit Schmerzen wandern?

Kopfschmerzen und Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Volksleiden. Wohl jeder hat damit schon mal Bekanntschaft machen müssen. Natürlich muss ein Arzttermin vereinbart werden, wenn die Schmerzen sehr stark sind, lange anhalten, den Alltag zur Qual machen …

Häufig hilft aber bereits die ein oder andere Änderung in Tagesablauf und Lebensstil. Vielleicht hat dir auch schon dein Arzt dringend geraten, dich mehr zu bewegen und Sport zu treiben? Ich kann aus Erfahrung sagen, dass Verspannungen und Kopfschmerzen durch zu langes Sitzen am PC meistens nach einer Wanderung verschwunden, oder zumindest deutlich gelindert sind. Natürlich muss man den inneren Schweinehund überwinden, um mit schmerzendem Rücken zu einer Wanderung aufzubrechen. Es lohnt sich aber!




Mit zunehmendem Alter fällt es häufig schwerer, sich auzuraffen und Sport zu treiben, Bewegung kommt oft zu kurz. Falls du noch arbeitest, fehlen vielleicht Zeit und Motivation, nach Feierabend noch aufs Velo zu steigen oder die Joggingschuhe zu schnüren. So verständlich das ist: Diese Einstellung führt zu zunehmender Bequemlichkeit und damit zu einem ungesünderen Lebensstil. Bist du schon in Rente, gibt es erst recht keine Ausrede: Runter vom Sofa und los geht’s!

Dieser Beitrag spricht vor allem, aber nicht nur, ältere Menschen an. Auch Jüngere leiden bereits unter Schmerzen, die oftmals ihre Ursache in Verspannungen haben. So manche Rückenschmerzen und Kopfschmerzen können tatsächlich “weggewandert” werden!

Das sollten Sport- und Bewegungsmuffel wissen:

Die kleinste Bewegung ist besser als keine, dein Organismus dankt dir mit deutlichen Zeichen. Selbst bei Menschen, die das 80. Lebensjahr bereits überschritten haben, können bei regelmäßigem Training die Muskeln noch wachsen. Sport wirkt sich positiv auf Kreislauf, Stoffwechsel, Gelenke und Gedächtnis aus. Außerdem stärkt er das Immunsystem.




Krafttraining ist die beste Möglichkeit, deine Muskulatur im Oberkörper aufrecht zu erhalten und so auch Haltungsstörungen oder Rückenschmerzen vorzubeugen. Dabei musst du nicht wie mit 25 versuchen, an dein Leistungsmaximum zu gehen. Gerade ein moderates Tempo hilft dabei, den Muskelaufbau zu fördern und den Muskelabbau zu stoppen. Fühlst du dich unwohl inmitten der jungen, gut trainierten Menschen, solltest du dir das nicht antun. Viele Fitnesscenter reservieren Zeiten ausschließlich für Senioren.

Aber auch zu Hause kannst du sinnvoll trainieren. So findest du beispielsweise auf YouTube viele Anleitungen für richtiges Training. Ob du dir Fitnessgeräte kaufen möchtest, ist natürlich deine persönliche Entscheidung. Im Grunde genommen würde auch ein Theraband genügen, mit dem du den ganzen Körper trainieren kannst.



Wichtig ist, dass du deinen Fitnessstand realistisch einschätzt. Plötzlich mit Trainingseinheiten aus hochintensivem Lauf- oder Krafttraining zu beginnen, strapaziert die Gelenke und überlastet einzelne Muskelgruppen. Visiere lieber Übungen wie Klimmzüge, Liegestütze oder das Bankdrücken an, um große Muskelgruppen anzusprechen. Mit zunächst wenigen Wiederholungen vermeidest du Überlastungen und bleibst motiviert.

Das Gleiche gilt natürlich auch fürs Wandern: Wer gleich mit einer Hochgebirgstour startet, riskiert Unfälle und Schmerzen und wird wahrscheinlich die Lust auf weitere Wanderungen sogleich wieder verlieren.

Bist du unsicher, ob und wie du mit der gewählten Sportart beginnen solltest, lasse dich von deinem Arzt beraten, oder von einem Trainer anleiten. Das ist vor allem bei Gerätetraining und Wanderungen notwendig, um Stürze oder Verletzungen zu vermeiden.

Welche Sportarten auch für Menschen 50plus besonders geeignet sind

Vielleicht gehört Sport schon immer zu deinem Leben. Du gehst bereits zum Tennis, Golfen, Wandern, Biken oder Joggen? Dann weißt du, wie gut es sich anfühlt, etwas für seinen Körper zu tun und ihn regelmäßig zu fordern und zu fördern. Die genannten Sportarten gehören tatsächlich zu den beliebtesten für Männer in der zweiten Lebenshälfte.




Auch Schwimmen ist empfehlenswert, da besonders gelenkschonend. Allerdings ist Brustschwimmen nicht optimal. Hierbei wird auf Dauer die Halswirbelsäule strapaziert. Auch bei Kniebeschwerden sollte Kraulen oder Rückenschwimmen bevorzugt werden. Lasse dich unbedingt ärztlich beraten, wenn du unter den genannten Beschwerden und entsprechenden Schmerzen leidest!

Neben Sport ist die Integration von Bewegung im Alltag eine wichtige Komponente für deine Fitness. Anstatt den Lift zu benutzen, nimm öfter mal die Treppen. Das Velo kann das Auto zur Erledigung deines Einkaufs ersetzen oder dich vielleicht sogar auf dem Arbeitsweg begleiten. Hast du einen Garten? Wunderbar! Hier bekommst du viel Bewegung, frische Luft und erst noch gesunde Produkte auf den Tisch.

Motivation ist alles – So macht Sport auch Anfängern Spass

Wenn für dich der Spass an sportlicher Betätigung und der nachweislich positive Effekt auf deine Gesundheit und Lebenserwartung noch nicht genug Motivation für einen Start in ein sportlicheres Leben sind, such dir Gleichgesinnte! Unzählige Sportvereine und Fitnessstudios bieten Kurse für jede Altersgruppe und jedes Fitnesslevel an. Wandern kannst du natürlich sehr gerne mit uns! In einer Gruppe Sport zu treiben, fördert nicht nur das eigene Wohlbefinden, meist entstehen dabei auch neue Freundschaften.


Sport macht in einer Gruppe mehr Spass als allein, Foto: pixabay.com

Und gut zu wissen: So manch ein chronischer Schmerz hat psychische Ursachen. Einsamkeit, Kummer und zu viel Grübeln können zu schmerzhaften Verspannungen führen. Auf keinen Fall solltest du über einen längeren Zeitraum Schmerzen einfach hinnehmen oder versuchen, diese selbst mit Medikamenten zu therapieren. Sprich zuerst mit deinem Hausarzt und lasse dich gegebenenfalls an einen Spezialisten oder Therapeuten überweisen.

Weiterführende Links:

https://neurologicum.ch/therapie/

http://www.sacrovita.ch/index.php

http://www.chiropraktik-wallisellen.ch/de



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