Posted On 31. Juli 2024

Hitzewelle – wichtige Tipps für heisse Tage

Sabine Itting 0 comments
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Hitzewelle

Dieser Beitrag wurde im Juni 2026 aktualisiert.

Wir alle sehnen uns nach Sonne. Doch dass der Frühling gleich mit einer solchen Hitzewelle startet, ist aussergewöhnlich.

Vor einigen Jahren habe ich einmal geschrieben:
„Auch Wanderpläne müssen gegebenenfalls an die Hitze angepasst werden. Es gibt genügend Möglichkeiten, in schattigen Wäldern zu wandern, einen Badesee als Ziel zu wählen, eine Flusswanderung zu unternehmen und die Tour jeweils früh am Morgen zu starten.“

Aktuell sehe ich das allerdings anders: Bei dieser Hitze macht Wandern kaum Freude und ist auch gesundheitlich nicht ideal. Aber jammern hilft nicht – wir machen das Beste aus dieser Hitzeperiode.

Wenn du jetzt automatisch an das Schwimmbad denkst, bist du nicht allein. Genau diese Idee haben Tausende andere auch.

Wer keine Lust auf überfüllte Liegewiesen und volle Becken hat, sucht Alternativen für heisse Tage. Und genau darum geht es hier: gut und gesund durch die Hitzewelle zu kommen.

Frühere Hitzewellen im Juni

Auch wenn sich der aktuelle Juni in Teilen Europas ungewöhnlich heiss anfühlt, ist extreme Wärme in dieser Jahreszeit kein neues Phänomen.
Die Messreihen in der Schweiz zeigen, dass es auch früher bereits einzelne sehr heisse Junimonate gab.

Besonders markant war der Juni 1947, später folgte der Sommer 2003, der bis heute als Referenz für extreme Hitze gilt. Auch in den Jahren 2019, 2022 und 2023 traten erneut sehr warme Phasen auf.

Die Klimastatistik zeigt jedoch klar: Die wärmsten Junimonate der Schweiz wurden fast alle nach dem Jahr 2000 registriert.

Gut durch die Hitzewelle – das Wichtigste auf einen Blick

Bei grosser Hitze gilt: Körper entlasten, Tempo rausnehmen, genügend trinken und die heisse Tageszeit meiden.

  • mindestens 2 Liter Wasser pro Tag trinken
  • leichte, frische Ernährung bevorzugen
  • Bewegung früh morgens oder am Abend
  • Mittagshitze konsequent meiden

Heisser Tee kann paradoxerweise kühlend wirken, und bei Kreislaufproblemen hilft eine leichte Bouillon in kleinen Schlucken.

Wasser ist unverzichtbar bei Hitze
Bild: Depositphotos.com @ nejron

Leichte Beine trotz Hitzewelle – einfache aber wirksame Tipps

Grosse Sommerhitze belastet die Venen besonders stark. Schwere oder geschwollene Beine sind bei diesen hohen Temperaturen zwar meist harmlos, sollten aber trotzdem nicht vernachlässigt werden.

Wichtig ist vor allem, die Beine regelmässig hochzulagern und lange Sitzphasen zu vermeiden, indem man zwischendurch immer wieder in Bewegung bleibt. Auch kalte Duschen oder Kneipp-Anwendungen können spürbar entlasten und die Durchblutung anregen. Ebenso hilft es, luftige und bequeme Kleidung zu tragen, damit die Beine nicht zusätzlich eingeengt werden.

Ergänzend können Rosskastanien-Salben oder kühlende Fussbäder bei schweren Beinen im Sommer wohltuend wirken und die Beschwerden deutlich lindern.

Sport bei Hitze – ja, aber zur richtigen Zeit

Du möchtest nicht komplett auf Bewegung an der frischen Luft verzichten? Das musst du auch nicht. Der Körper kann sich zwar gut an Wärme anpassen, aber er hat klare Grenzen, wenn er in der prallen Sonne überlastet wird.

Am angenehmsten und auch sinnvollsten sind deshalb die frühen Morgenstunden oder der spätere Abend, wenn die Temperaturen wieder etwas sinken und die Luft ruhiger wird. Und vielleicht noch etwas Wichtiges, das man sich gerade bei solchen Wetterlagen immer wieder bewusst machen sollte: Ganz gleich, ob du joggen gehst oder eine Bergwanderung planst – du musst dir nichts beweisen. Es geht nicht darum, Leistung zu zeigen, sondern darum, gut für dich selbst zu sorgen. Geh es ruhig an, nimm dir Zeit und höre unbedingt auf deinen Körper, sobald du merkst, dass es dir nicht mehr gut geht.

Ebenso entscheidend ist eine gute Vorbereitung: ausreichend trinken, immer genügend Wasser dabei haben und nicht erst unterwegs daran denken, wenn der Durst schon da ist. Es klingt selbstverständlich, ist es aber leider nicht immer. Auf unseren Wanderungen kam es tatsächlich auch schon vor, dass Teilnehmer völlig unvorbereitet unterwegs waren – teilweise nur mit einem Apfel als Verpflegung und ohne einen einzigen Tropfen Wasser auf einer Bergtour. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann in der Hitze schnell auch gefährlich werden.

Sommerküche: leicht und unkompliziert

Bei grosser Hitze verändert sich der Appetit oft ganz von selbst. Der Körper verlangt dann nicht nach schwerem Essen, sondern nach leichter, frischer und gut verdaulicher Kost.

Besonders angenehm sind jetzt Salate und kalte Gerichte, die nicht belasten und trotzdem sättigen. Auch leichte Proteine wie Geflügel oder Milchprodukte passen gut in den Sommeralltag, weil sie Energie liefern, ohne den Körper zusätzlich zu fordern. Nüsse und Kerne sind ideale kleine Kraftspender für zwischendurch und lassen sich gut unterwegs oder auf Ausflügen mitnehmen.

Wenn du bei diesen Temperaturen keinen Hunger verspürst, was völlig normal ist, zwinge dich nicht zum Essen. Viel wichtiger ist jetzt, dass du deinem Körper genügend Flüssigkeit zuführst und regelmässig trinkst. Wasser, ungesüsste Tees oder auch wasserreiche Früchte helfen dir dabei, den Kreislauf stabil zu halten und dich trotz Hitze wohlzufühlen.

Fächer gehört bei Hitzewelle einfach dazu
Du musst dir nichts beweisen: Ist es zu heiss, mache es dir an einem kühlen Ort gemütlich. Bild: Depositphotos.com @ NewAfrica

Persönliche Tipps für die Hitzewelle

Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die einen Hitzetag deutlich angenehmer machen. Gönn dir zum Beispiel wieder einmal ein gutes Buch und such dir einen schattigen Platz, an dem du einfach ein bisschen abschalten kannst. Diese ruhigen Momente wirken oft erholsamer als jede grosse Aktivität.

Und ein kleiner, aber praktischer Begleiter für unterwegs ist ein Fächer. Er passt in jede Tasche und sorgt im Bus, im Zug oder überall dort, wo die Luft steht, für eine schnelle und unkomplizierte Abkühlung und kann die Hitze deutlich erträglicher machen.

Ein im Handel erhältliches Mineralwasser- oder Thermalwasserspray ist bei grosser Hitze ebenfalls ein echter Geheimtipp. Es lässt sich einfach auf Gesicht und Beine sprühen, erfrischt sofort und sorgt unterwegs oder in öffentlichen Verkehrsmitteln für ein angenehm kühlendes Gefühl auf der Haut.

Und ganz wichtig: Denke unbedingt an eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille. Sie schützen nicht nur vor der direkten Sonne, sondern entlasten auch den Kreislauf spürbar.

Thema Sonnencreme: Es gibt sie auch natürlich und ohne Chemie. Schau mal hier, da findest du eine umfangreiche Auswahl.

Vielleicht noch etwas ganz Einfaches zum Schluss: Suche dir bewusst Schatten, plane ruhige Pausen ein und reduziere das Tempo. Gerade bei dieser Hitze gilt wirklich: weniger Leistung, mehr Selbstfürsorge!

Und wie geht es mit dem Wanderforum weiter?

Aktuell hält sich die Hitzewelle hartnäckig. Deshalb planen wir im Moment keine Wanderungen. Stattdessen entstehen neue Ideen für gemeinsame Ausflüge, angepasst an Wetter und Bedingungen. Und wahrscheinlich wird es bald schon etwas angenehmer draussen sein und wir können uns auf die nächste Wanderung freuen.

Es kamen bereits Fragen, ob gar nichts mehr stattfindet. Aber keine Sorge: Es geht weiter, vorrübergehend, halt vorerst ohne viele Wanderkilometer.

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Sabine Itting

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