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	<title>Vögel &#8211; Schweizer Wanderforum &#8211; seit 2004</title>
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	<title>Vögel &#8211; Schweizer Wanderforum &#8211; seit 2004</title>
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		<title>Amsel, Drossel, Fink und Star &#8211; WO ist die ganze Vogelschar?</title>
		<link>https://www.wanderforum.ch/2021/02/21/amsel-drossel-fink-und-star-wo-ist-die-ganze-vogelschar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2021 19:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Singvögel]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Verschwinden unserer Singvögel Auf Wanderungen und auf Facebook hatte ich in letzter Zeit öfter mal das Thema &#8220;Wo sind die Singvögel hin?&#8221; in die Runde geworfen. Erschreckend, wie wenig Personen ebenfalls auffällt, dass unsere gefiederten Freunde immer mehr verstummen. Amseln, die eigentlich dafür bekannt sind, ziemlich furchtlos in Nähe der Menschen ihre Nester zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Verschwinden unserer Singvögel</h2>
<p><strong>Auf Wanderungen und auf Facebook hatte ich in letzter Zeit öfter mal das Thema &#8220;Wo sind die Singvögel hin?&#8221; in die Runde geworfen. Erschreckend, wie wenig Personen ebenfalls auffällt, dass unsere gefiederten Freunde immer mehr verstummen.</strong></p>
<p>Amseln, die eigentlich dafür bekannt sind, ziemlich furchtlos in Nähe der Menschen ihre Nester zu bauen und die Jungen aufzuziehen, hört und sieht man kaum noch. Nester, in denen alljährlich gebrütet wurde, sind leer. Und wenn doch mal eine Amsel ihr Liedchen anstimmt, dann heisst das noch lange nicht, dass ihr Bestand nicht dramatisch zurückgegangen wäre.<span id="more-3774"></span></p>
<p>Auch wenn Kollegen meine Beobachtung scheinbar nicht teilen oder eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag legen (Hallo, Naturfreunde??!), so bestätigte das <a href="https://www.birdlife.ch/de/neeracherried" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Birdlife-Naturzentrum Neeracherried</a>, welches wir neulich auf einer Wanderung besuchten, meine Bedenken: Der Bestand an einheimischen Vögeln geht erschreckend zurück.</p>
<p><strong>Im Mai 2018 schrieb die NZZ, dass viele Arten bedroht sind, die Schweiz ist alles andere als ein Vogelparadies. Als Gründe werden die dichte Bebauung, der hohe Einsatz an Pestiziden und die intensive Bewirtschaftung des Kulturlandes genannt. Im Detail heisst das:<br />
</strong></p>
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</script></p>
<ul>
<li>Ein Projekt von Birdlife Schweiz kam zur Erkenntnis, dass nicht nur die Anzahl, sondern auch die Artenvielfalt der Vögel in unserem Land abnimmt</li>
<li>Fast 40 Prozent der hier vorkommenden Vogelarten stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten. (Zum Vergleich: international sind es durchschnittlich 13 Prozent).</li>
<li>Auch wenn die Landwirtschaft eine Teilschuld am Verschwinden unserer Vögel trägt, so ist es ungerecht, sie allein verantwortlich zu machen.</li>
<li>Starke Besiedlung, Luftverschmutzung, die enorme Zunahme an Flugreisen nehmen den einheimischen Vögeln ebenso die Lebensgrundlage, wie neue Insekten, beispielsweise die Baumwanze oder Asiatische Marienkäfer.</li>
<li>Es gibt zu wenig Naturrasen, Gartenbesitzer mähen zu häufig und pflanzen zu viel nichteinheimische Pflanzen. Auf dem Speiseplan der Vögel stehen Insekten und Spinnen, diese kommen dort vor, wo sie einheimische Bäume und Sträucher sowie Wiesen voller – ebenfalls einheimischer – Blüten, Gräser und Kräuter finden.(Quelle nzz.ch)</li>
</ul>
<h3>Der Mensch nimmt den Vögeln den Lebensraum.</h3>
<figure id="attachment_3782" aria-describedby="caption-attachment-3782" style="width: 150px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.wanderforum.ch/waldvoegel/"><img decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3782" src="https://www.wanderforum.ch/wp-content/uploads/2019/07/waldvögel_1562831958-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><figcaption id="caption-attachment-3782" class="wp-caption-text"><a href="https://pixabay.com/users/Pezibear/" target="_blank" rel="noopener">Pezibear</a> / Pixabay</figcaption></figure>
<p>Dort, wo Menschen wenig in die Natur eingreifen, also vor allem in Wäldern und auf den Alpen, könnt ihr noch immer Vogelarten beobachten, die heute längst nicht mehr ans Vogelhäuschen oder in den Garten kommen.</p>
<blockquote><p>Stefan Bachmann, Pressesprecher von Birdlife Schweiz: <strong>«Wir haben eine moralische und ethische Verantwortung gegenüber der Natur.»</strong></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p>Ich weiss nicht, warum es sogar Menschen, die ihre Freizeit so gerne in der Natur verbringen, relativ kalt lässt, dass die Pfeifkonzerte der Gartenvögel immer mehr verstummen. Ich schreibe diesen Beitrag an meinem Schreibtisch in einem Bündner Bergdorf, draussen trällert, singt und zwitschert es, genau so, wie ich es aus meiner Kindheit kenne. Kinder, die jetzt in den Städten und der Agglomeration aufwachsen, werden die bunte Vogelwelt und wie es ist, morgens mit deren lebensfrohen Gesang aufzuwachen, gar nicht kennenlernen.</p>
<h3>Was könnt ihr tun, um die einheimischen Vögel zu unterstützen?</h3>
<figure id="attachment_3779" aria-describedby="caption-attachment-3779" style="width: 150px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.wanderforum.ch/blumenwiese-3/"><img decoding="async" class="wp-image-3779 size-thumbnail" src="https://www.wanderforum.ch/wp-content/uploads/2019/07/blumenwiese_1562831705-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><figcaption id="caption-attachment-3779" class="wp-caption-text"><a href="https://pixabay.com/users/Capri23auto/" target="_blank" rel="noopener">Capri23auto</a> / Pixabay</figcaption></figure>
<ul>
<li>Baut einheimische Sträucher und Büsche an, lasst Brennnesseln und Disteln stehen, sät oder pflanzt zum Beispiel Rüebli und Fenchel an.</li>
<li>Sät bunte Blumenwiesen oder lasst wenigstens am Rand der Wiesen oder rund ums Haus Wildblumen und Kräuter wachsen.</li>
<li>Stellt im Sommer Vogeltränken auf Balkon und Garten – natürlich so, dass keine Katze dahin gelangen kann. Die Wasserstelle sollte möglichst täglich gereinigt werden, damit keine Krankheiten übertragen werden.</li>
<li>Zur ganzjährigen Fütterung gibt es verschiedene Meinungen, ich verlinke euch hier mal einen guten Artikel zum Thema <a href="https://www.fressnapf.ch/de/kundenservice/ratgeber/wildvogel-ganzjahrig-futtern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">«Vögel das ganze Jahr füttern».</a> Auf dieser Seite findet ihr insgesamt ganz viele wertvolle Tipps rund ums Füttern von Gartenvögeln.</li>
</ul>
<h3>Möchtet ihr wissen, welcher Vogel zu welcher Zeit singt?</h3>
<p>Dann <a href="https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelkunde/voegel-bestimmen/20663.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">klickt bitte hier</a>, ich darf natürlich die Vogeluhr nicht einfach von der Seite stehlen.</p>
<h3></h3>
<h3>Meine eigenen Beobachtungen:</h3>
<p>Ich habe diesen Winter am Fenster und auf dem Balkon gefüttert. Zwei- dreimal war eine Meise zu Gast, Spatzen kamen in Scharen. Ansonsten &#8220;prügelten&#8221; sich auffallend viele Elstern um das Futter.</p>
<p>Kernbeiser, Fink, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Gimpel und Co haben mich in Oberglatt noch nie besucht.</p>
<figure id="attachment_3780" aria-describedby="caption-attachment-3780" style="width: 150px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3780" src="https://www.wanderforum.ch/wp-content/uploads/2019/07/gimpel_1562831814-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /><figcaption id="caption-attachment-3780" class="wp-caption-text"><a href="https://pixabay.com/users/Oldiefan/" target="_blank" rel="noopener">Oldiefan</a> / Pixabay</figcaption></figure>
<p>Dafür kann ich in den Bündner Bergen im Wald viele aus der Kindheit bekannte Vögel wiedersehen. Wenigstens hier haben sie noch einen idealen Lebensraum. Drosseln habe ich vorgestern zum ersten Mal seit Jahrzehnten gesehen. Und der farbenfrohe Gimpel mutet heute schon exotisch an.</p>
<p>Auf der EmmentalErleben Wanderung zeigte uns eine Bauernfamilie Schwalben, die in ihren Stall brüten, aber auch viel weniger als früher.</p>
<p><strong>Ach ja, und heute Morgen sass tatsächlich hier im Bergdorf ein kleiner Star auf meinem Fensterbrett und sah mir beim Arbeiten zu. 🙂</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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