Insektenstiche und kleine Wunden unterwegs richtig behandeln

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Hausmittel bei Insektenstichen und kleinen Verletzungen

Meinen Tipp, dass Kokosöl selbst die gemeinsten Insekten wie Zecken oder Bremsen abschreckt, habt ihr sicher schon gelesen. Nur, wer hat schon immer Kokosöl im Rucksack. Einmal aufgetragen, nützt es nur ca. 4 Stunden. So macht wohl früher oder später jeder Wanderer mal mit Wespen und Stechmücken Bekanntschaft. Wer weiss, dass er allergisch reagiert, muss sein persönliches, vom Arzt zusammengestelltes, Notfallset immer bei sich tragen. Es gibt zum Beispiel kleine Dosen als Schlüsselanhänger extra für diesen Zweck.

Die meisten Insektenstiche sind harmlos, aber lästig. Es gibt zum Glück einige simple Möglichkeiten, wie ihr den Juckreiz rasch stillen und eine grössere Schwellung vermeiden könnt. Vor allem gibt es so manches nützliche Heilkraut. Der Spitzwegerich, eines meiner Lieblingskräuter, wächst auf Wiesen und entlang von Wanderwegen. Auch bei kleinen Wunden können Heilpflanzen helfen. Schnell ist es passiert, dass man sich beim Grillieren die Finger verbrennt oder sich eine kleine Schürfwunde holt.

Es kann wichtig sein, zu wissen, welches Insekt gestochen oder gebissen hat. Erst dann könnt ihr Insektenstiche sinnvoll behandeln. Hat euch zum Beispiel eine Zecke erwischt, muss diese richtig entfernt werden und dann solltet ihr die Stelle in der nächsten Zeit gut beobachten! Bildet sich ein kreisförmiger roter Ausschlag mit einer hellen Stelle in der Mitte, muss schnellstens ein Arzt aufgesucht werden.

Zum Thema Zecken gibt es immer wieder neue Erkenntnisse. Ich möchte euch empfehlen, regelmässig auf der Seite der Schweizer Zeckenliga nachzuschauen und euch zu informieren.

Nachfolgend findet ihr einige Tipps, die wir unterwegs auf gemeinsamen Wanderungen immer mal wieder ausprobieren konnten oder mussten und die uns überzeugt haben.




Natürliche und zuverlässige Behandlung von Insektenstichen

  • Ich habe im Sommer immer eine Zwiebel im Rucksack. Zwar sind manche Leute der Meinung, der Zwiebelsaft sei kontraproduktiv, aber ich verlasse mich da lieber auf die Erfahrung von Oma, Mutter und mir selber: So lange ich denken kann, wurde auf einen Stich von Wespe oder Biene eine frische, dicke Zwiebelscheibe aufgelegt und diese mit einem Pflaster oder einer Mullbinde fixiert. Der Zwiebelsaft desinfiziert und kühlt. Ihr könnt die Zwiebel auch noch etwas einschneiden, damit mehr Saft austritt.
  • Eines meiner Lieblingsheilkräuter ist der Spitzwegerich. Glücklicherweise wächst er fast überall. Und gerade letzte Woche erst durfte ich mich mal wieder von seiner unsagbar guten Wirksamkeit überzeugen. Ich hatte mir beim Teigwaren abgiessen das Handgelenk verbrüht. (Bin über die Katze gestolpert. Aber die hat zum Glück nichts abbekommen). Die Haut war rot, es fingen schon Blasen an sich zu bilden, da kam mir der Spitzwegerich unten im Garten in den Sinn. Also schnell runter, ein Büschel gepflückt und in den nächsten Stunden immer wieder einzelne Blätter zerrieben und auf die verbrannte Haut gelegt. Am Abend war schon alles wieder gut. Heute sieht man nur noch, wenn man genau hinschaut, ein paar hellbraune Flecken, da, wo es beinahe Brandblasen gegeben hätte.
    Der Spitzwegerich hilft genauso gut bei Insektenstichen: Einfach zerreiben, auflegen und immer wieder erneuern.
Spitzwegerich
cornelinux / Pixabay Spitzwegerichblätter

Das waren mal zwei Tipps für unterwegs. Ihr könnt natürlich auch Salben und Tinkturen aus der Apotheke oder Drogerie mitnehmen, aber aus meiner Sicht ist das rausgeworfenes Geld.

Zuhause habt ihr noch mehr Möglichkeiten: Insektengifte zersetzen sich bei Hitze, deshalb wird die Schwellung unterdrückt und das Abheilen beschleunigt, wenn ihr einen Löffel in heisses Wasser taucht und auflegt. Natürlich müsst ihr dabei aufpassen, dass ihr euch nicht verbrennt!

Auch Apfelessig ist ein altes Hausmittel bei Insektenstichen und kann gut bei Kindern angewendet werden. Einfach ein Taschentuch mit etwas Essig tränken und auflegen. Das macht nicht nur gleich nach dem Stich Sinn, sondern auch später noch, um den unangenehmen Juckreiz zu stillen.

Insektenstiche nicht aufkratzen!

Um Entzündungen zu vermeiden, solltet ihr Bienenstiche und andere Insektenstiche auf keinen Fall aufkratzen. Das ist oft leichter gesagt als getan. Also besser einen kleinen Verband mit einem der oben genannten Mittel anlegen und den Stich in Ruhe abheilen lassen!




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