Vollmond-Schneeschuhtouren

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Ein Wintermärchen im Mondschein

Schneeschuhwandern ist ein Trendsport, der immer mehr Anhänger findet. Selbst Skifahrer lassen in den Winterferien gerne mal einen Tag die Bretter stehen und machen sich auf grossen Sohlen auf, unberührte Winterlandschaften zu geniessen.

Schneeschuhe – wer hat sie erfunden?

Die Schweizer waren es nicht: Vor Tausenden von Jahren nutzten Trapper, Indianer und Eskimos bereits Schneeschuhe, um im Winter zur Jagd zu gehen. Die Treter bestanden aus Holz, das über Dampf in Form gebogen und mit Sehnen und Tierfellen bespannt wurde. Ähnliche Schneeschuhe kamen in der Schweiz etwa ab dem 17. Jahrhundert zum Einsatz. Für die Bergbauern waren sie eine grosse Erleichterung, konnten sie doch damit auch im Tiefschnee abgelegene Ställe erreichen. Schneeschuhe trugen unsere Vorfahren, um ihre harte Arbeit im Winter leichter bewerkstelligen zu können, deshalb waren ausschliesslich Männer mit den unförmigen Latschen unterwegs. Dass ein paar hundert Jahre später daraus ein so beliebtes Sportgerät würde und auch Frauen und Kinder sich die Dinger unter die Füsse schnallen, auf die Idee wären sie wohl nie gekommen.

Auf Schneeschuhen die Stille der Natur erleben

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Schneeschuhe machen es möglich, im Tiefschnee abseits der Wanderwege unterwegs zu sein und so durch unberührte Landschaften zu stapfen. Das Naturerlebnis ist viel intensiver als beim Winterwandern oder Skifahren. Allerdings sollte man sich nicht überschätzen und zudem an ausgeschilderte Routen halten. Am schönsten ist Schneeschuhwandern bei Vollmond. Dann sind aber qualifizierte Schneeschuhleiter gut ausgebucht. Hotels und Ferienregionen vermitteln Vollmondtouren mit zuverlässigen Guides.

Vollmondtouren auf Schneeschuhen

Wenn das Mondlicht die dick verschneite Winterlandschaft beleuchtet und die Schneekristalle zum Glitzern bringt, ist eine Schneeschuhtour mystisch schön! Während ihr aber bei Tageslicht problemlos allein oder mit Freunden eine gemütliche Schneeschuhwanderung unternehmen könnt, solltet ihr nachts keine Touren auf eigene Faust unternehmen. Das hat verschiedene Gründe:

  • Ausgebildete Schneeschuhführer kennen ihre Region bestens und werden sich mit ihren Gästen nicht verlaufen.
  • Es gilt immer, Tag und Nacht, Naturschutz und Tierschutz vor das eigene Vergnügen zu stellen. Besonders nachts können unerfahrene Schneeschuhläufer wilde Tiere aufschrecken und stören.
  • Wer es nicht gewohnt ist, längere Zeit zu wandern, überschätzt sich leicht, auch kann immer etwas passieren. Dann wäre es äusserst ungünstig, nachts allein in den Bergen oder im Wald unterwegs zu sein.
  • Letztendlich macht so ein Schneeschuhabenteuer bei Vollmond gemeinsam mit Gleichgesinnten sowieso mehr Spass. Vielleicht gibt es bei einem Stopp ja einen Glühwein oder sogar ein Raclette oder Fondue?

Schneeschuhtouren bei Vollmond rechtzeitig buchen

Ich empfehle euch, lange genug im Voraus einen Ausflug auf Schneeschuhen in die Wintermärchenwelt zu buchen. In einigen Regionen sind die Touren rasch ausgebucht, vor allem dann, wenn der Vollmond auf ein Wochenende fällt. Allerdings solltet ihr auch flexibel sein, das Wetter kann niemand beeinflussen … wir haben es vor zwei Jahren selbst erlebt, dass wir ein Schneeschuhwochenende bei Vollmond ohne Mond verbringen mussten. Tagsüber schien die Sonne, abends zogen Wolken auf.

Schneeschuhwochenende mit dem Wanderforum

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Im Januar oder Februar 2019 möchte ich ein Schneeschuhwochenende für euch organisieren und bin bereits mit einem erfahrenen Schneeschuhleiter aus dem Berner Oberland im Gespräch. Ausführliche Informationen werden natürlich rechtzeitig hier gepostet.

Einfache Tageswanderungen werde ich ebenfalls gerne mit euch unternehmen, diese allerdings im Sonnen- statt Mondschein. Ausserdem sind viele schöne Winterwanderungen ohne Schneeschuhe geplant.

Ihr könnt mir ja schon mal mitteilen, ob ihr an einem Schneeschuhwochenende Interesse habt! 🙂

 

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