Eine kleine Wanderung bei Ziegelbrücke

Landluft, Bergsicht, eine kurze und einfach Wanderung gesucht?

Mit der S-Bahn fuhr ich ab Bahnhof Wiedikon nach dem Mittagessen nach Ziegelbrücke. Hier folgte ich dem Wegweiser nach Weesen, der wenige Meter vom Bahnhof entfernt auf den Geo-Weg leitet. Eine Brücke führt über die Gleise und dann geht es sehr steil erstmal nach oben. Kies auf dem Weg machte diesen ganz schön rutschig. Nach dieser kurzen Anstrengung geht es gemütlich weiter, auf einer kleinen Strasse durch Feld, Wald und Wiese. Der Funkturm rechts auf einem Hügel sieht zwar ziemlich weit entfernt aus, aber schnell ist man dort angelangt. Direkt daneben befindet sich eine Ruine oder Ausgrabung oder irgendsowas. Genauer angesehen habe ich mir das nicht, da dort ein nackter Velofahrer in der Sonne sass Rolling Eyes Er hat ein wenig verstört ausgesehen, als da plötzlich eine Frau mit Kamera auftauchte, aber ich habe interessantere Motive gefunden Mr. Green
Am Funkturm (ich nenne den einfach mal so, keine Ahnung, was das wirklich ist), ist kurz unklar, wo der Wanderweg weiterführt. Es geht auf einem sehr schmalen Weglein durch Brombeergestrüpp. Leider waren die Beeren noch nicht reif.
Dann wandert man ein kurzes Stück durch den Wald, hier ist ein bisschen Trittsicherheit angebracht, der Weg erinnert an den "rot-weissen" Wanderweg auf dem Uetliberg bei der Hütte Jurablick. Auf einer kleinen Waldlichtung duftete es nach Heu, an anderen Stellen nach frisch gemähtem Gras, Vögel, Wind und Grillen bemühten sich ziemlich erfolgreich, den Verkehrslärm zu übertönen.
So landete ich schliesslich vor dem Wegweiser Richtung Weesen...genau in Richtung vielbefahrener Strasse, zum Glück zeigte er aber alternativ nach links wieder in Richtung Ziegelbrücke. Aus dieser Richtung klangen Kuhglocken und das war mir wesentlich sympathischer.
Über eine Brücke läuft man in einen Märchenwald hinein. Turnschuhwanderer hätten hier ein wenig Probleme bekommen, ich bin mir nicht sicher, ob ich nun aufwärts über einen matschigen und steinigen Weg lief, oder durch einen Bach, der gerade so gut wie kein Wasser führt? Keine Ahnung, aber die ganze Strecke war schon so abwechslungsreich, so passte ein wenig Schlamm auch noch ganz gut und auch Eidechsen und ein Grünspecht hatten Freude an dieser Gegend. Sonst war ich wirklich allein unterwegs und traf niemanden.
Bald gelangte ich über einen, nun wieder trockenen, Waldweg, auf das Strässchen, über welches ich Richtung Funkturm gelaufen war.
Es war mir entschieden zu früh, schon zurück nach Zürich zu fahren, so suchte ich mir in der blühenden Sommerwiese einen Platz, wo ich meinen Kaffee und mein Buch auspackte und es mir gemütlich machte.
Die Zugverbindungen ab Ziegelbrücke sind so gut, dass es keinen Sinn macht, auf die Uhr zu schauen, es gibt keine sehr langen Wartezeiten am Bahnhof.
Allerdings...zurück zum Bahnhof muss man erstmal den steilen Kiesweg (ist kein angelegter Kiesweg, es liegen nur viele Kieselsteine herum, die ganz schön rutschig sind!!) wieder hinunter. Einige Sträucher reichten mir ihre Äste zum Festhalten, Bäume standen parat, von denen ich manch einen unfreiwillig umarmte Wink . Naturerlebnis pur eben Laughing Für dieses kurze Wegstück wäre ein Stock wirklich nicht schlecht.

Zusammengefasst kann ich sagen, diese kleine Tour (ohne Pause, aber auch ohne rennen ca 1 1/2 Stunde) bietet sich an, wenn man einfach spontan mal aus der Stadt raus und Berge sehen möchte. Geeignet auch mit Kindern (schön zum Picknicken).


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Grüessli, Sabine
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