| ((Leider sind die Fotos in
diesem Bericht plötzlich verschwunden, ich werde sie, sobald als
möglich, wieder neu hinzufügen) Am 1. Advent von Andermatt zum kleinsten Dorf der Schweiz: Zumdorf Für den 1. Advent wollte ich unbedingt eine Wanderung im Schnee organisieren, irgendwas Besonderes und überlegte schon Tage vorher hin und her, was wohl passend wäre, auch Zumdorf kam mir in den Sinn. Dort waren wir schon mehrfach und es ist einfach urgemütlich im Restaurant Zumdörfli. Und, es war wohl Gedankenübertragung, genau von dort erhielt ich wenig später eine Einladung zur Metzgete. Okay, ich bin Vegetarier, aber erstens weiss ich, dass ich dort trotzdem lecker bekocht werde und zweitens wollte ich ja nicht alleine wandern und dachte mir, dass vielleicht die anderen da Freude dran hätten. Also Tisch reserviert, Wanderung ausgeschrieben und am Sonntag sassen wir zu fünft frühmorgens im Zug nach Andermatt. Ab Göschenen ist die Fahrt stets
ein Erlebnis und wir haben immer noch nicht rausgefunden, ob man nun
links oder rechts in der Matterhorn-Gotthard Bahn sitzen sollte? Die
Aussicht ist einfach auf beiden Seiten wunderschön! Eine Kollegin
stellte beim Blick aus dem Fenster fest: "Hier hat es ja auch nicht mehr
Schnee, als in Zürich!" In Andermatt suchten wir zuerst eine nette Wirtschaft, ohne den üblichen Startkaffee geht eben nix! Gestärkt ging es dann endlich los....brrrrr...ein eiskalter Wind wehte, der so im Wetterbericht nicht angekündigt war! Einer unserer Wanderkollegen suchte vergeblich seine Mütze im Rucksack....fand letztendlich wenigstens seine Unterziehmütze, die er beim Skifahren unterm Helm trägt. Sah schon etwas schräg aus, ...und brachte ihm von einem Zürcher Automobilisten eine unfreundliche Geste ein. Der sass natürlich in seinem warmen Auto und überhaupt, geht es den doch gar nichts an, ob wir uns beim Wandern verschleiern oder nicht, noch ist das Verschleierungsverbot in der Schweiz ja nicht angenommen, oder? ;-) Bald liessen wir das Dorf hinter uns und nach wenigen Metern neben der Hauptstrasse waren wir beim eigentlichen Wanderweg angelangt wo, wer dabei hatte, seine Gamaschen montierte.
Das war ein guter Entschluss, denn es sollte nicht lange dauern, bis der Schnee tiefer und tiefer wurde. Wir waren auf der gesamten Strecke die einzigen Wanderer. Vor einer Alphütte bellte uns freudig mit dem Schwanz wedelnd ein Hund einen Gruss zu, er sah aus wie unser ehemaliger vierbeiniger Wanderkumpel Danos und gerne hätte ich ihn geknuddelt. Aber der Gute war zu faul, sich durch den Tiefschnee zu uns durchzukämpfen und gab nach wenigen Schritten auf. Irgendwo in der Gegend von
Hospental hörte der Weg auf. Gepfadet war bis zum letzten, auch im
Winter bewirtschafteten Hof, wo Eiszapfenkühe mit ihren Kälbern sich
offensichtlich nicht am eisigen Winterwetter störten. Dafür wurde es mit jedem Meter Richtung Zumdorf anstrengender. Der Hunger meldete sich natürlich auch und eigentlich sahen wir das Dorf schon längstens vor uns. Es wollte und wollte nur nicht näher kommen....
Es ist ja nicht so, dass wir keine Schneeschuhe hätten, nur lagen die halt daheim. ;-) Während 2 Männer stetig vornweg rannten, als würden sie verfolgt, gaben wir anderen drei uns Mühe, überhaupt vorwärts zu kommen, ohne im Schnee zu versinken.
Natürlich haben wir kein bisschen bereut, diese Wanderung gemacht zu haben, nein nein, es war durchaus lustig und hat Spass gemacht!! Es ist nur gemein, das Ziel ständig vor sich zu sehen und das Gefühl zu haben, man kommt und kommt nicht dort an! Das Wetter lies die herrliche Bergwelt ringsum übrigens nur erahnen. Ich kenne sie ja in den verschiedenen Jahreszeiten und weiss nicht, wie die anderen das empfunden haben. Ganz bestimmt werden wir im Sommer auch in Zumdorf sein, es gibt ja viele herrliche Wanderungen in der Region und der Wirt vom Zumdörfli hat da auch eine Menge Tipps parat! Und bei diesem kamen wir "halbverhungert" letztendlich doch noch an. Unser Tisch war reserviert, und wir mussten nur noch absitzen und uns entscheiden, was wir von den vielen leckeren Gerichten (die kochen dort wirklich spitzenmässig, weil das Auge bekanntlich mit isst, sind sie auch Meister im Anrichten und Garnieren! ) bestellen möchten.
Da ja Metzgete war, gab es auch noch live Musik. Und als wir satt und ein bisschen übermütig waren, plagten wir die 3 Musikanten, indem wir sie mit Löffelmusik unterstützten. Wahrscheinlich hat man schnell bereut, uns die Löffel zur Verfügung gestellt zu haben...aber das macht wirklich Spass! :-))) Wir hatten jedenfalls keine Lust, zurückzuwandern und blieben lieber länger im dem Gasthaus, wo Sohn Eric uns in die Geheimnisse der Löffelmusik einweihte und uns Wirtin Isabella verwöhnte. Schliesslich gibt es dort auch noch einen Fahrservice und wurden wir letztendlich sicher und pünktlich vom Chef persönlich zurück nach Andermatt zum Zug gebracht. Ein ganz herzliches Dankeschön an die Familie Schmid-Steinbauer!! Es ist immer wieder schön bei Euch, und deshalb kommen wir auch wieder! (Versteckt vorher die Löffel gell ;-) ) ----------------------------------------------------- Hier habe ich eine Sommerwanderung von Andermatt nach Realp nacherzählt: http://wanderforum.plusboard.de/andermatt-realp-fuer-natur--und-tierfreunde-und-eisenbahnfans-t4366.html Gerne gibt immer auch das Tourismusbüro Andermatt Auskünfte und Tipps, wofür ich mich an der Stelle auch nochmals bedanken möchte! www.andermatt.ch Und nicht fehlen darf natürlich der Link zum Zumdörfli: www.zumdoerfli.ch
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Ein ganzes Dorf auf einem Foto:
Fröhliche, unkomplizierte Wanderkollegen sind immer willkommen: www.wanderforum.ch
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