Altweibersommer – die schönste Wandersaison

Altweibersommer
Farbenpracht im Altweibersommer, Foto: Sabine Itting

Der Altweibersommer kitzelt alle Sinne wach

Es müssen gar nicht immer die Berge sein: Wanderungen in den Voralpen oder im Flachland sind im Altweibersommer besonders schön. Die Sonne steht nun tiefer und taucht die Landschaft in warme Farben. Die Natur leuchtet in einer unendlichen Farbenpracht –  Rot, Gelb und Orange in allen Nuancen lösen das saftige Grün des Sommers ab. Ein Spaziergang oder eine Wanderung im Herbst spricht alle Sinne an und schenkt neue Energie.

Farben wie aus dem Malkasten, Foto: Sabine Itting

Warum sich Wanderer ganz besonders auf den Altweibersommer freuen

  • Wenn das Flachland im Nebel steckt, genügt oft schon ein Ausflug auf wenige Hundert Höhenmeter, um die fantastische Fernsicht  geniessen und ausgiebig Sonne tanken zu können.
  • Die Luft ist schön klar und wir können nach stickig-heissen Sommertagen wieder so richtig durchatmen.
  • Der Wald bietet uns jetzt gratis eine Aromatherapie an: Es duftet nach Moos, feuchter Erde, Harz, Tannen und Pilzen …
  • Die Natur hat ihre Speisekammer gut gefüllt und lädt uns ein, ihre Früchte zu sammeln.
  • Wandern schenkt ohnehin viel Lebensfreude, im Herbst gibt es besonders viel zu entdecken: Kleine Wunder warten entlang des Wanderweges auf Jung und Alt.

Altweibersommer – nur alte Weiber unterwegs? Von wegen!

Herbstwanderung
Herbstwanderung am Rhein, Foto: Sabine Itting

Wieso diese farbenfrohe Zeit Altweibersommer heisst, das wissen offensichtlich immer noch nicht alle. Denn, als ich vor ein paar Jahren zu einer Altweibersommer-Wanderung einlud, waren einige Herren erstmal eine Runde eingeschnappt. Aber auch Frauen fühlen sich offensichtlich vom dem Begriff hin und wieder so richtig beleidigt, wie diese Geschichte beweist:

Es gab tatsächlich im Jahre 1989 eine Klage: Eine 77-jährige Frau aus Darmstadt fühlte sich nämlich diskriminiert. Vor dem Landesgericht zog sie natürlich den Kürzeren, lernte jedoch einiges dazu:

Der Altweibersommer hiess schon so, als diese Dame noch gar nicht auf der Welt war, erstmals wurde er Anfang des 19. Jahrhunderts erwähnt. Bis zu jener Zeit etwa unterschieden die Menschen hauptsächlich Sommer und Winter. Der Frühling war als Junger Weibersommer und die meist trockene, sehr sonnige Zeit von Mitte September bis etwa Anfang Oktober, als Alter Weibersommer bekannt. Mit Weibern waren aber keine Frauen gemeint, sondern das Weiben. Dabei handelt es sich um einen altdeutschen Begriff für Spinnenweben oder Spinnennetze. Und diese glitzern durchaus, wenn sie vom Tau benetzt sind, in der morgendlichen Herbstsonne wie das silberne Haar älterer Frauen.

Quelle: wissen.de





 

 

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