Wanderziel Viamala-Schlucht, GR

Viamalaschlucht

Ausflug in die Viamala-Schlucht – Region Schams

Val Schons, der Ausdruck stammt aus dem Rätoromanischen und bezeichnet die Region, die wir Deutschsprachigen als Schams kennen. Sie ist ein Teil des Hinterrheintals. Talabwärts grenzt sie an die Region Domleschg/Heinzenberg und diese «Grenze» hat es in sich: Diese bildet nämlich die legendäre Viamala. Schon der Philosoph Friedrich Nietzsche war von diesem überwältigenden Naturmonument so beeindruckt, dass er schrieb:

Ich schreibe nichts von der ungeheuren Grossartigkeit der Via Mala. Mir ist es, als ob ich die Schweiz noch gar nicht gekannt hätte. Bis zu 300 Meter hohe Felswände ragen, teils nur wenige Meter voneinander, in den Himmel. Sprudelnd, rauschend, zieht das Wasser in schönsten Blau- und Türkistönen durch die Schlucht.

Via Mala – der schlechte Weg …

Wie viele Ortschaften, Regionen oder Wege, so hat auch die Viamala ihren Namen der Geschichte zu verdanken. In dieser Gegend gab es bereits um etwa 1500 v. Chr. einen Saumpfad, was Funde aus der Bronze- und Eisenzeit beweisen. Durch die Viamala zogen auch die Römer Richtung Norden, ob mit Wagen oder zu Fuss, ist nicht bekannt. Die tiefe, schwer zugängliche Schlucht war früher berüchtigt und Ihre Begehung mit vielen Gefahren verbunden.

Im Mittelalter wurde für den Fernverkehr vorwiegend die über den Septimerpass führende Obere Strasse genutzt. Die Viamala verlor immer mehr an Bedeutung und wurde kaum noch unterhalten. So bekam sie zu Beginn des 13. Jahrhunderts ihre heute noch bekannte Bezeichnung:

Via Mala, der Begriff aus dem in dieser Region gesprochenen Rätoromanisch, heisst übersetzt nichts anderes als «schlechter Weg».




Tourismus in der Viamala vor Hunderten von Jahren

Erst viel später wurde die wilde, eindrückliche Schlucht von Touristen entdeckt. Nicht nur der bereits erwähnte Friedrich Nietzsche liess sich das Naturspektakel nicht entgehen. Zeichnungen von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahre 1788 und von Johann Ludwig Bleuler aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigen, dass diese einzigartige Gegend schon Hunderte von Jahren Besucher anzieht. Heute stoppen hier Reisebusse und auch das Postauto hat eine Haltestelle direkt am Eingang zur Schlucht. Parkplätze sind ebenfalls vorhanden.

Wanderungen in der Viamala-Schlucht

Mystisch und wild und gleichzeitig atemberaubend schön, so zeigt sich die Schlucht den heutigen Besuchern. Ihren Schrecken hat sie verloren und wir können es uns kaum vorstellen, wie vor Tausenden von Jahren Menschen hier durchreisten. Wenn diese beeindruckenden Felswände sprechen könnten, sie würden uns sicher sehr abenteuerliche Schicksale erzählen. Die überwältigende Viamala-Schlucht müsst ihr einfach selbst erlebt haben!

Viamala
Impressionen aus der Viamalaschlucht

Mit dem Postauto erreicht ihr die Viamala ab Thusis (Richtung Zillis).

Auf einem Flyer, den ich für euch hier einfach mal verlinke, findet ihr sechs Wandertipps.

Kinder erwartet noch eine besondere Überraschung: Eine Schatzkarte, mit der sie die Viamala-Schlucht erkunden und dabei vieles über ihre Geschichte kennenlernen können. Und natürlich gilt es, den Schatz zu finden!

Weitere Informationen zur Viamala-Schlucht

Die Viamala kann auf Wanderungen erkundet werden, ist aber auch ein lohnenswertes Ausflugsziel und ausserdem ein wunderbarer Kraftort.

  • Gästeinformation Viamala:
    Telefon (0041) 081 650 90 30
    Mail info @viamala.ch




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