Heilsalbe für kleine Verletzungen selber machen

Heilsalbe selber machen – drei Heilpflanzen, die jeder Wanderer kennen sollte

Drei Heilpflanzen, die derzeit auf vielen Wiesen blühen, solltest du kennen: Gänseblümchen, Kamille und Schafgarbe. Sie sind bekannt dafür, bei kleinen Verletzungen, zerdrückt und auf die Wunde gelegt, zur Heilung beizutragen. Du kannst sie aber auch zusammen zu einer wirksamen Heilsalbe verarbeiten.




Gänseblümchen, Kamille und Schafgarbe

Gänseblümchen

  • Können von März bis Oktober gesammelt werden
  • Beschleunigen die Wundheilung, lindern Schmerzen und Juckreiz, fördern den Stoffwechsel und wirken zusammenziehend und hautklärend
  • Wirkstoffe: Saponin, Bitter- und Schleimstoffe

Kamille

  • Sammelzeit Juni bis August
  • Wirkt krampflösend, beruhigend, antibakteriell und entzündungshemmend
  • Wirkstoffe: Kumarin, Flavonoide, Chamazulen und ätherische Öle

Schafgarbe

  • Blüht zwischen Mai und September
  • Regt den Appetit and und hilft bei Verdauungsbeschwerden (Krämpfen), lindert Haut- und Schleimhautentzündungen, wirkt blutstillend, entzündungshemmend und desinfizierend bei Hautverletzungen und -erkrankungen
  • Wirkstoff: Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öl, Azulene

Heilsalbe für kleine Wunden und Verletzungen selber machen

Folgende Salbe kannst du ohne grossen Aufwand selber machen. Aufgrund ihrer Eigenschaften passt sie gut in die Notfallapotheke im Wanderrucksack. In der Hausapotheke sollte sie ebenfalls nicht fehlen: Diese natürliche Heilsalbe ist gut verträglich und kann  auch für Kinderhaut verwendet werden.

Die Wirkung

Die Salbe ist eine gute Wahl bei kleineren Blessuren: Sie hilft bei Entzündungen, Wunden, Insektenstichen und Blutungen.

Natürlich müssen grössere Verletzungen und schlecht heilende Wunden immer einem Arzt gezeigt werden!

 




So stellst du die Heilsalbe her

  1. Blüten und Blätter der Schafgarbe von den Stielen streifen.
  2. Je eine kleine Hand voll Schafgarbe, Kamille und Gänseblümchen mit ca. 250 g Öl in einem Mixer zerkleinern.
  3. In ein Glas füllen, verschliessen und über Nacht ruhen lassen.
  4. In einem Topf geben und aufkochen , 15 Minuten leicht köcheln lassen, vom Herd nehmen, zudecken und etwa zwei Stunden ziehen lassen.
  5. Öl durch ein feines Sieb zurück in den Topf giessen und 30 g Bienenwachs dazugeben.
  6. Unter Rühren erwärmen, bis das Wachs geschmolzen ist.
  7. Die Salbe in kleine, gut verschliessbare, Gläser füllen. Sie ist ca. ein halbes Jahr haltbar.

Die für die  Heilsalbe verwendeten Blüten sind oft auch Bestandteil der Heublüten. Diese können ganz einfach angewendet werden und helfen bei einer Vielzahl von Beschwerden. Mehr über die Heublüten, inkl. dem Rezept für eine Bündner Heusuppe, findest du unter diesem Link.

Fotos in diesem Beitrag: Pixabay.de




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