Rund um den Pfäffikersee

Gemütliche Seeumrundung für Naturliebhaber und Familien

Auf meine Wandereinladung hatte sich niemand gemeldet und so machte ich mich alleine auf den Weg. Es sind schon ein paar Jahre vergangen, seit ich zuletzt um den Pfäffikersee wanderte, damals war ich mit einer kleinen Wandergruppe am Wochenende unterwegs. Bei dem Trubel, der an jenem Sonntag herrschte, konnte man die Natur gar nicht so geniessen, wie es an diesem Wochentag möglich war.



So hatte ich die Tour eigentlich geplant: Bahnhof Pfäffikon – Seegräben – Wetzikon – Auslikon und zurück zum Bahnhof Pfäffikon. Aber da keine Wanderkollegen dabei waren, entschied ich mich spontan, den Besuch auf der Juckerfarm in Seegräben auszulassen und stattdessen ausgiebig am Ufer des Sees zu rasten. Die Füsse im Wasser, die Sonne im Gesicht und ringsum wohltuende Ruhe: Einerseits war es schade, dass sich von den Wanderkollegen niemand anschliessen wollte, anderseits habe ich es aber auch genossen, alleine unterwegs zu sein.

Gesellschaft hatte ich von Enten, Schwänen, einer neugierigen Eidechse und einem grossen Mischlingshund, der sich einfach zu mir legte. Als ich schon am Überlegen war, was ich nun mit ihm anstellen sollte, kam schliesslich sein sympathisches, englischsprechendes Frauchen des Weges. Ich habe sie natürlich spontan ins Wanderforum eingeladen. Leider war sie aber nur zu Besuch in der Schweiz.

Natur pur – Biodiversität am Pfäffikersee

Die Uferregion des Pfäffikersees ist ein richtiges Naturparadies. Das Seeufer steht grösstenteils unter Naturschutz. So finden viele Vogelarten, Schmetterlinge und Wildbienen hier ein selten gewordenes Rückzugsgebiet.

Es macht wenig Sinn, den ganzen Wegverlauf detailliert zu beschreiben. Sich zu verirren ist hier nicht möglich, der Weg geht weite Strecken direkt am See entlang, verläuft ansonsten immer in Seenähe. Nach der Badi Auslikon zweigt der Weg ins Riet mit Schilf und Birken ab. Langweilig ist diese Wanderung wirklich nicht!

Römerkastell Irgenhausen

Unter der Woche unterwegs zu sein hat einige Vorteile, zum Beispiel auch den, dass die Kastellruine Irgenhausen, die 294/95 nach Christus erbaut wurde, nicht von Ausflüglern belagert wird. So gönnte ich mir auf den alten Mauern noch eine Pause. Für die einen mag so eine Ruine einfach ein Ausflugsziel sein, mich interessiert natürlich die Geschichte dahinter:

  • Das Römerkastell in Irgenhausen ist die grösste römische Wehrburg auf Schweizer Gebiet.
  • Es sicherte die alte Verbindungsstrasse von Kempraten nach Oberwinterthur und war Teil des spätantiken Donau-Iller-Rhein-Limes, eines grossräumig konzipierten Verteidigungssystems des Römischen Reiches (Quelle: Wikipedia)

Wer mehr wissen möchte, macht am besten einen Ausflug zum Pfäffikersee und besucht den Burghügel. Auf Informationstafeln kann man sich in die Geschichte des Römerkastells vertiefen.

Gerade als ich Fotos machen wollte, kam eine Schulklasse und stürmte auf die Ruine zu. Natürlich stelle ich keine Fotos ins Netz, auf denen fremde Kinder zu sehen sind. Aber dafür habe ich das oben gezeigte Video auf youtube gefunden. So bekommt ihr einen Vorstellung von der Grösse des Kastells.

 




 

Was euch sonst noch über die Rundwanderung um den Pfäffikersee interessieren könnte:

  • Da es sich grösstenteils um ein Naturschutzgebiet handelt, müssen Vierbeiner an der Leine wandern.
  • Der Pfäffikersee kann in rund 2,5 Stunden umwandert werden, plant aber mehr Zeit ein: für einen Kaffee auf der Juckerfarm in Seegräben, zum Baden, Picknicken oder Grillieren und natürlich für die römische Ruine.
  • Streckenlänge ca. 10,5 Kilometer, keine nennenswerten Höhenmeter.
  • In Pfäffikon werden am Seeufer Ruderboote vermietet. Anfragen unter 044 950 15 03
  • Und wer nicht aus dem Kanton Zürich kommt und sich vor der Anreise weitere Infos und Tipps holen möchte, findet diese auf der Webseite vom Zürioberland Tourismus.




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